Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Das Programm der diesjährigen Wintertagung der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen ist – wie
das Motto „Chirurgie: Einheit in der Vielfalt“ erwarten lässt – facettenreich. Die Ausrichtung der Tagung
repräsentiert die großen chirurgischen Fächer und erfolgt durch die fünf chirurgischen Kliniken des UKE.
Die gemeinsame Organisation und Verantwortung für den Kongress ist ein Novum in der Geschichte unserer
Vereinigung und eine Rückbesinnung auf ihre Ursprünge zugleich: Anfangs durch unsere Vorgänger
am UKE mitbegründet wollen wir – die fünf Ordinarien der Chirurgischen Kliniken am UKE – unser Motto
in der kommenden Wintertagung der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen durch die gemeinsame
Ausrichtung symbolhaft wiederspiegeln.
Die chirurgische Weiterbildungsordnung hat uns allen klargemacht: die Basischirurgie kann keine ausreichende
Grundlage für die Spezialisierung in den Schwerpunktfächern sein. Eine sehr enge Anknüpfung
an die unterschiedlichen chirurgischen Disziplinen ist für den jungen Chirurgen daher bereits am Anfang
seiner Weiterbildung essentiell. Der Dialog mit den chirurgischen Disziplinen muss deshalb von Beginn an
geführt werden, um den Blick für das Chirurgische Ganze nicht aus den Augen zu verlieren und um die
Entscheidung, welchen individuellen Weg man als Kollege gehen will, fundiert treffen zu können. Die
Vielschichtigkeit unserer Spezialisierungen innerhalb der chirurgischen Fachgebiete ist aber auch für den „fertigen“ Chirurgen eine Herausforderung. Immer schwerer wird es, unsere Disziplinen zu überblicken,
geschweige denn auf dem aktuellen Stand der klinischen Entwicklungen zur sein. Dies führt zwangsweise
auch außerhalb der Universitäten zu einer Diversifizierung und Aufspaltung chirurgischer Kliniken. Das, was
die Weiterentwicklung unserer Disziplinen notgedrungen fordert und eine natürliche Entwicklung darstellt,
ist für den chirurgischen Alltag eine kontinuierliche Aufgabe an uns, den Blick für das benachbarte Gebiet
nicht zu verlieren. Genau dieser Aufgabe stellt sich diese Wintertagung. Die Vereinigung Nordwestdeutscher
Chirurgen will alle Chirurgen, alle chirurgischen Disziplinen repräsentieren! Um diesem Dictum nachzukommen,
sind unsere Fächer in mehreren Sitzungen vertreten, und insbesondere die Videositzungen
sollen praktische Aspekte verdeutlichen.
So wollen wir in diesem Kongress diese wesentliche Aufgabe unserer Vereinigung übernehmen, nämlich
die Verbindung zwischen den chirurgischen Disziplinen aktiv leben und die Einheit in der Vielfalt der Chirurgie
fördern.
Das wissenschaftliche Programm unserer Tagung verfolgt das oben stehende Motto. Ein Höhepunkt wird
am Samstag wieder die Günther-Haenisch Preisträgersitzung sein, in der die beste wissenschaftliche Arbeit
prämiert wird. Der Preis wird auf unserer festlichen Abschlussveranstaltung feierlich überreicht, die unseren
Kongress mit einem Festvortrag des früheren ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg,
Klaus von Dohnanyi, abschließt.
Unsere Mitarbeiter und wir freuen uns, Sie im winterlichen Hamburg begrüßen zu dürfen – nicht nur der
wissenschaftliche Teil des Programmes, auch das Abendprogramm unseres diesjährigen Festabends wird
diesen Kongress für Sie zu einem besonderen Erlebnis werden lassen!
Mit herzlichem Gruß, Ihre
E. Sebastian Debus Jakob R. Izbicki Björn Nashan
Hermann Reichenspurner Johannes M. Rueger
Tagungspräsidenten
Wolfgang Teichmann
1. Schriftführer